Der Wahlkampf vereint

Angeregt durch unseren Bundestagskandidaten Rolf Pilarski – und hochmotiviert durch die Erfolge bei den vergangenen Landtagswahlen –  trafen sich am 20. Juli nahezu 40 FDP-Mitglieder aus dem gesamten Bundestagswahlkreis – dieser besteht aus den Kreisverbänden Baden-Baden und Rastatt – im Clubhaus des TC Sinzheim in Leiberstung, um sich auf den Bundestagswahlkampf einzustimmen.

Natürlich stand im Vordergrund das Verständnis von Rolf Pilarski betreffend das FDP-Wahlprogramm: Er verdeutlichte, wie durch Nutzung persönlicher Freiheit (verbunden mit Übernahme der daraus resultierenden Verantwortung), aber unter Beachtung des für alle  geltenden Rechts jeder Einzelne mit seiner Vernunft und seiner Leistung dazu beitragen kann und soll, dass sich unsere gesellschaftliche Bilanz verbessert.

Die anwesenden Mandatsträger aus der Region, Rolf Pilarski als Stadtrat aus Baden-Baden,  Lutz Jäckel als Kreisrat in Rastatt und Stadtrat in Bühl und Kurt Rohner als Gemeinderat in Sinzheim gaben auch Einblicke in ihre Gremienarbeit. Und bezogen natürlich auch Position zu aktuellen Fragen.

Ob Studiengebühren für ausländische Studenten für uns verkraftbar sind, wurde hinterfragt. Und angesichts der Tatsache, dass die von der FDP  angestrebte „beste Bildung der Welt“ natürlich nicht kostenfrei  ist: Die anwesenden Kommunalvertreter sind aktuell alle mit dem Problem befasst, dass  „bessere Kinderbetreuung“ – durch neue Kindergartenplätze, kleinere Gruppen und besser ausgebildete  und bezahlte Erzieherinnen nicht „umsonst“ zu haben ist. Die anstehenden – und von uns allen mitgetragenen – Beitragserhöhungen bei den Kindergartengebühren sind nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“: Auch wenn aktuell 8 % Beitragserhöhungen anstehen, bezahlen die Eltern z. B. in Sinzheim 2017  gerade knapp 10 % der Gesamtkosten von 3 Mio. € –  22 % kommen von Land und Bund und nahezu 70 %  von der Gemeinde – und damit von allen Bürgern!  Wer den gebührenfreien Kindergarten will, der muss auch Farbe bekennen, wenn es darum geht, wer die dann ungedeckten Kosten finanziert ! Wir halten die „angemessene“ Beteiligung der Eltern – mit Abzugsfähigkeit und Steuerentlastung , wenn der erziehende Elternteil deshalb arbeiten kann, für den richtigen Weg. Und bei den Studienplätzen und den Kosten dieser „gehobenen“ Ausbildung müssen auch hohe Kosten gemeinsam getragen werden, wenn wir unser weltweit geschätztes Studien- und Berufsbildungssystem aufrechterhalten und ausbauen wollen. Rolf Pilarski wie Lutz Jäckel mahnten zur Zurückhaltung beim Verzicht auf die Meisterausbildung in den Handwerkerberufen. Und Kurt Rohner verwies darauf, dass  im dualen Studium die Unternehmen – mit Ausbildungsvergütungen für die Studierenden –  zum einen für deren Lebensunterhalt sorgen und zum anderen dem Staat die Möglichkeit geben, doppelt so viele Studenten auszubilden wie im Normalstudium: Die Hälfte der Studienzeiten sind die Studierenden ja – in sinnvoller Abwechslung von theoretischer und praktischer Ausbildung  – im Unternehmen. Und in der Folge sind die Absolventen nahezu ausnahmslose nicht arbeitslose Akademiker, sondern gesuchte qualifizierte Mitarbeiter in ihren „Ausbildungsunternehmen“.  Und auch für die Grenzregion kamen aus der Praxis Hinweise für die sprachliche Bildung auf allen Ebenen: Rolf Pilarski konnte mit Freuden aus einer Tagung mit Frankreich-Experten berichten. dass in Frankreich die neue Regierung um  eine Verstärkung des deutschen Sprachwissens auf der Regierungsebene bemüht ist und die Förderung der deutschen Sprache in den Schulen wieder intensivieren will.  Kurt Rohner verwies aus seiner Berufspraxis darauf, dass englische Sprachkenntnisse zwar heute eine absolute Notwendigkeit im Beruf sind, aber: zusätzliche Französischkenntnisse oft den Ausschlag geben für eine besseren Job, weil die Zusammenarbeit mit unserem größten Handelspartner Frankreich eben besser erfolgen kann, wenn man auch dessen Sprache spricht.  Besser Berufschancen hat also derjenige, der  auch auf Französisch agieren kann. Wer also im geltenden System Englisch als erste Fremdsprache lernt, der sollte sich überlegen, ob er nicht mit Französisch als zweiter Fremdsprache seine Berufschancen erweitert. Machbar ist das in unserer Region: deutsch-französische Kindergärten gibt es ebenso wie Grundschulen  und Sekundarschulen mit der Wahlmöglichkeit für Französisch.

Nach der großen Resonanz auf dieses „neue Stammtischformart“ sei schon vorangekündigt:  Am 8.August findet um 19 Uhr im Ochsen in Sinzheim eine weitere  regionale Vortragsveranstaltung statt mit einem FDP-Verkehrsexperten aus dem Stuttgarter Landtag: Jochen Haußmann wird über „innovative Verkehrspolitik sprechen – und dabei sicher auch Anregungen mitnehmen können zu unserem aktuellen neuen Thema : Abkoppelung von Sinzheim und dem Rebland von der S-Bahn ab 2022??

 

 

.