Gemeindewerke Sinzheim stehen gut da

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Allgemeines | 30. November 2019

Ein von allen anderen nicht bemerktes Jubiläum musste ich am vergangenen Mittwoch im Gemeinderat zur Sprache bringen: Werkleiter Bodo Kopp legte seinen fünften Jahresabschluss vor. Mein Urteil: Wir haben mit dieser Nachfolgelösung einen Volltreffer gelandet!

Ein besseres Ergebnis als geplant war weniger den Leistungen für die Abnehmer geschuldet als vielmehr dem Organisationstalent des Werkleiters und dem Fleiß und der Teamfähigkeit der gesamten  Mannschaft:  Eingeplanter Personalersatz konnte (der Personalmarkt ließ eine Besetzung nicht zu) nicht vorgenommen werden, so dass das Team den internen Leistungsausfall kompensieren musste, was niedrigere Personalkosten zur Folge hatte.

Viel wichtiger: Der  für das Ergebnis überwiegend verantwortliche Bereich Strom brachte  im Vertrieb wieder ein überplanmäßiges Ergebnis – vor allem wegen klugen Energieeinkaufes. Und auch auf der Kundenseite konnten wieder neue Kunden gewonnen werden – weil die Gemeindewerke Strom zu Preisen anbieten, die sehr konkurrenzfähig sind. Und ganz nebenbei: Bei uns werden in der Regel die Erhöhungen der Umlagen nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergereicht – einen Teil der eigentlich erforderlichen Erhöhungen (auch aktuell war wieder eine kleine Erhöhung der Preise nicht vermeidbar) fangen die Werke durch Verbesserungen beim Einkauf ab. Leider versalzen uns aber auch im Netzbereich „Externe“ – die Regulierungsbehörden – etwas die Suppe: Belastet ist unser Ergebnis nun schon seit 4  Jahren dadurch, dass diese Behörde uns nur niedrigere Netzentgelte zugesteht.

Und ein positives Ergebnis haben wir beim Wasser – wo wir nichts „verdienen“ dürfen –  nur darstellungstechnisch: weil eine Eigenkapitalverzinsung nicht angesetzt werden darf in „dieser“ (handelsrechtlichen) Abrechnung. Rein wirtschaftlich gesehen haben wir beim größten Teilbereich unserer Werke  (78 % des Anlagevermögens  betreffen das Wasser) ein negatives Ergebnis!

Eine Herkulesaufgabe haben wir noch vor uns: Im letzten Jahrhundert war das der Aufbau des Strom- und des Wassernetzes – nun liegt der Ausbau des Breitbandnetzes vor uns. Dieser wird hoffentlich (!) von den Gemeindewerken (und nicht von der Gemeinde)  „geschultert“ : Aktuell fordert der bescheidene Einstieg in der Finanzplanung schon Mittel und belastet auch das Ergebnis.

Wenn Sie mehr wissen wollen – gehen Sie in den Anhang:

20141217-JA 2018 und W-Plan 2020